Friedrichsdorfer Institut zur Nachhaltigkeit (IzN) e.V.

 

Internationale Projekte und Aktivitäten

Neben unseren lokalen Projekten im Rhein-Main-Gebiet engagieren wir uns auch international für die Förderung innovativer Nachhaltigkeitsansätze. Im Zuge dessen hat das IzN bereits an verschiedenen Projekten in Europa, Asien, Afrika und Süd-und Mittelamerika mitgearbeitet.

Länder, in denen wir bereits aktiv waren (Karte erstellt mit mapchart.net).

 

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht einiger unserer aktuellen und vergangenen internationalen Projekte und Aktivitäten.


Unterstützung bei der Entwicklung von Projektkonzepten zur Produktion von grünem Wasserstoff in Namibia

Für Namibia haben wir ein Projektkonzepte zur Umsetzung von Maßnahme 37 der von der Bundesregierung im Juni 2020 genehmigten Nationalen Wasserstoffstrategie entwickelt. Gemeinsam mit den Partnerunternehmen soll im ersten Schritt die Machbarkeit eines Pilot-Projekts zur Herstellung von grünen Wasserstoff durch Elektrolyse mittels Solarenergie analysiert werden.



Förderung der Meeresenergienutzung


Wir fördern die Entwicklung von Meeresenergienutzung, zum Beispiel durch Analyse der Bedürfnisse der Akteure und der bestehenden Hindernisse.

Für weitere Informationen, siehe: Ocean Energy Promotion.



Förderung der Deutsch-Brasilianisch-Mexikanische Zusammenarbeit im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz


Wir fördern die Deutsch-Brasilianisch-Mexikanische Zusammenarbeit: In Brasilien haben wir die Forschungskooperation der Universität Campinas mit der TU Darmstadt unterstützt. Hierbei geht es um Erneuerbare Energien aus Biomasse (Nutzung der Abfallstoffe aus der Herstellung von Biotreibstoffen) und die nachhaltige Stadtplanung (energieeffiziente Gebäude, soziale Fragen bei der energetischen Sanierung, nachhaltige Infrastruktur). Im Juli 2014 haben wir an einem Kongress anlässlich der ecogerma2014, einer deutsch-brasilianischen Umweltmesse in São Paulo, teilgenommen.




Unterstützung des Diyanilla Technical Institute (DTI) in Sri Lanka


In Sri Lanka unterstützen wir das gemeinnützige Diyanilla Technical Institute (DTI). Hier werden im Wesentlichen benachteiligte Tamilen und Singhalesen u.a. zu Schneiderinnen und Tischlern ausgebildet. 2014 haben wir die in Vorjahr begonnene Unterstützung bei der Einrichtung einer kleinen Hühnerfarm zur Finanzierung der Ausbildungsaktivitäten fortgesetzt. Mit der Maßnahme möchte das DTI in Sinne einer nachhaltigen Entwicklung unabhängiger von Spenden werden.

Für mehr Informationen siehe: DTI Sri Lanka



Unterstützung der deutsch-mexikanische Entwicklungszusammenarbeit im Bereich der Energieeffizienz


In Mexiko unterstützen wir seit 2011 die deutsch-mexikanische Entwicklungszusammenarbeit im Bereich der Energieeffizienz von Gebäuden des sozialen Wohnungsbaus. Dabei haben wir zusammen mit der GIZ, der GOPA und dem Passivhaus Institut (PHI) an NAMA (Nationally Appropriate Mitigation Action) Strategien mitgearbeitet. Die Leistungen haben wir teilweise ehrenamtlich, teilweise im direkten Auftrag für die GIZ erbracht

Mehr Informationen finden Sie unter: NAMA Mexico



Beratung der NAMA-Fazilität bei Projektevaluierung


Im Auftrag der NAMA Facility hat das IzN mit seinem Team von international erfahrenen Sektor- und Länderexperten die eingereichten Projektvorschläge des 4. Calls bewertet. Wichtige Kriterien der Auswertung waren die erzielbaren Emissionsminderungen, die Geschäftsmodelle, die Nachhaltigkeit und die Machbarkeit innerhalb der 5-jährigen Projektlaufzeit.

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Unterstützung des EuroPhit Projekt


Das EuroPhit Projekt (2013 bis 2017) diente der Förderung der energetischen Gebäudesanierung in Europa. Projektpartner war das Passivhaus Institut mit Partnerunternehmen in anderen europäischen Ländern. Ziel war die Entwicklung von technischen Lösungen und Zertifizierungsverfahren für eine schrittweise Sanierung des Gebäudebestandes nach Wirtschaftlichkeitskriterien auf einen dem Passivhausniveau vergleichbaren Standard. Zur Finanzierung solcher Sanierungen haben wir eine Anleitung für Finanzinstitute erstellt und Finanzierungsmodelle entworfen.



Weitere vergangene Projekte und Aktivitäten:

  • Moldau: Seit 2011 arbeiten wir mit dem Moldau Sozial Investment Fonds (MSIF) zusammen. Dabei geht es um Schulgebäude und Kindergärten, deren Energieeffizienz verbessert werden soll. Als erstes Pilotprojekt wird in Moldau ein Modellkindergarten mit  Passivhauselementen errichtet. Hierbei haben wir 2014 den MSIF und das beteiligte deutsche Architekturbüro ehrenamtlich unterstützt. Weiterhin haben wir dem MSIF unentgeltlich eine Zusammenstellung der EU Programme und Finanzierungen erstellt, die ihm bei der Einwerbung von Fördergeldern der EU für seine sozialen Projekte helfen soll.
  • Für Entwicklungsbanken haben wir Leitfäden für die Prüfung von Kleinwasserkraftwerken, Windkraftanlagen, Solaranlagen und Biogasanlagen erstellt.
  • Wir unterstützen ein Projekt des WWF Deutschland, in dem russische Banken dazu bewegt werden sollen, durch Selbstverpflichtungen Nachhaltigkeitsfragen bei ihren Projektfinanzierungen zu berücksichtigen, siehe "Pure Profit for Russia: Benefits of Responsible Finance"
  • Wir haben chinesische, indische und philippinische Banken bei der Einrichtung von Kreditlinien beraten, mit denen Energieeffizienzinvestitionen in Gebäuden und in Industriebetrieben gefördert werden.
  • Wir beraten bei der Umsetzung der Europäischen Chemikalienverordnung REACH. Diese Verordnung verlangt für die Überprüfung und Anmeldung aller chemischen "Altstoffe" die lückenlose Angabe umweltrelevanter und arbeitshygienisch bedeutsamer Daten.
  • Einige gemeinnützige Projekte, die ebenfalls unseren Satzungszweck verfolgen, haben wir durch direkte Spenden unterstützt: Dazu zählt eine Augenklinik in Paraguay sowie die Stiftung Neues Leben mit ihrer Integrativen Schule, Telavi, Georgien, die wir  bei der Sanierung ihres Schulgebäudes beraten und finanziell unterstützt haben. Die Schule ist ein für Georgien vorbildliches Projekt der Inklusion.